Die FUCHS Verwaltungs AG hat sich in den vergangenen Jahren komplett neu geordnet. Das Deutsche Yachten-Mitglied wurde dafür in den Kreis der 100 innovativsten Unternehmen der Bundesrepublik aufgenommen.

Vor den Toren Hamburgs entwickelt, fertigt und wartet die in zweiter Generation familiengeführte FUCHS Verwaltungs AG mit ihrer Tochtergesellschaft FUCHS Fördertechnik GmbH seit 60 Jahren innovative Kransysteme, die weltweit im Schiffbau sowie im Offshore- und Industriebereich eingesetzt werden. Mitte der 1980er Jahre kam schließlich der Yachtbau hinzu, FUCHS-Produkte findet man heutzutage in vielen Megayacht-Garagen: Über die Krane aus Oststeinbek werden unter anderem Rettungsmittel, Tender, Jetskis u.v.m. der Mutterschiffe zu Wasser gelassen. Die Referenzliste liest sich wie das „Who is who“ der Szene.

Um Kosten zu sparen und weil die Fertigungstiefe im eigenen Haus nicht genügte, lagerte man spezielle Schweiß-, Lackier- und mechanische Arbeiten über lange Zeit hinweg an externe Dienstleister aus. Diese Strategie erwies sich laut Firmenvorstand Moritz Remmers, Enkel des FUCHS-Gründers Klaus Husmann, jedoch als Sackgasse. „Wir sind in zu große Abhängigkeit geraten“, erklärt er. „Unsere Beschaffungskosten und der Aufwand für die Qualitätssicherung stiegen, zudem waren die Lieferketten oft nicht hinreichend belastbar.“ Deshalb setzte ein Umdenken ein: „2015 beschlossen wir, solche und ähnliche Arbeiten Zug um Zug ins eigene Haus zu holen – auch mit dem Ziel, von uns selbst nicht genutzte Kapazitäten externen Kunden anzubieten.“

Aus der Fördertechnik gingen infolgedessen 2016 und 2020 Tochterfirmen für moderne Oberflächentechnik sowie für die mechanische Bearbeitung und Zerspanung hervor. Die gesamte Gruppe ist inzwischen unter dem Dach der Verwaltungs-Holding versammelt, mit Moritz Remmers als Vorstandsvorsitzendem. Gemeinsam mit einem dreiköpfigen Team steuert er die übergeordneten Innovationsprozesse wie Digitalisierung und Prozessautomatisierung, die Produktentwicklung hingegen obliegt den jeweiligen Tochtergesellschaften. Das sogenannte Insourcing resultierte auch in der Schaffung von zusätzlichen Mitarbeitern – fünf Spezialisten kamen hinzu, insgesamt besteht das FUCHS-Team aus knapp 80 Angestellten.

Für diese Umstrukturierung und Neuausrichtung wurde die FUCHS AG nun unter die TOP 100 der innovativsten Unternehmen des deutschen Mittelstands gewählt. Die wissenschaftliche Leitung des Projekts oblag Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien und seinem Team.

Claus-Ehlert Meyer, Geschäftsführer von Deutsche Yachten, zeigt sich begeistert von der Auszeichnung: „Sich immer wieder neu zu erfinden und an den Markt anzupassen, dazu gehört viel Energie, Weitsicht und unternehmerisches Know-how. FUCHS ist mit seinen Lösungen für große Yachten ein sehr wichtiger Zulieferer und ein sehr wertvolles Mitglied in der Arbeitsgruppe Deutsche Yachten.“

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