Geschäftsordnung

Geschäftsordnung der Arbeitsgruppe Deutsche Yachten im DBSV

§ 1 Präambel:

Die Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ ist ein Zusammenschluss von Werften, Yacht-Designern und –Konstrukteuren sowie Consultants, Zulieferern und Maklern. Zielsetzung der Initiative ist es, die Marktanteile des deutschen Yachtbaus am Weltmarkt zu vergrößern und den Yachtbau insbesondere am Standort Deutschland profitabler zu gestalten.

§ 2 Organisationsform

„Deutsche Yachten“ organisieren sich als Arbeitsgruppe für Yachtbau im Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verband (DBSV).

§ 3 Allgemeines:

3.1 Ziele der Arbeitsgruppe
Die Ziele der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ sind in der Präambel der Gruppe definiert.
Grundsätzlich soll der Werftstandort Deutschland im Bereich des Yachtbaus über 20 m Länge durch Aktivitäten der Gruppe gestärkt werden. Es ist beabsichtigt, ein internationales Profil zu entwickeln, woraus „Deutsche Yachten“ als eigene Marke hervorgehen soll.

3.2 Voraussetzungen / Pflichten
Die Mitglieder haben sich zu respektieren und verpflichten sich zur Seriosität und Fairness.
Die Mitglieder einigen sich auf eine Qualität, die dem hohen Anspruch des Pools für Customund Semicustom Yachtbau gerecht wird.
 
3.3 Zielsetzungen / Leistungen
Die Mitglieder des Pools bieten sich untereinander Hilfestellung bei der Abarbeitung von Projekten und Neubauten an.
Dies kann z.B. geschehen durch :

  • Musterverträge, AGB’s,
  • Coaching durch Mitglieder, Kontakt untereinander,
  • Einrichtung einer Schiedsstelle,
  • Definieren von Standards,
  • Erfahrungsaustausch unter den Mitgliedern, Vortragsveranstaltungen,
  • Erstellung eines Branchenschlüssels,
  • Präsentation neuer Technologien,
  • Kontakte zu deutschen Behörden auf lokaler, regionaler und bundesdeutscher Ebene.


3.4 Verpflichtung
Die Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ ist ein solidarischer Zusammenschluss von Firmen, die sich den vorstehendenden Zielen verschrieben haben. Jedes Mitglied verpflichtet sich der Gemeinschaft insofern, dass mehrheitlich herbeigeführte Beschlüsse – auch in ihren finanziellen Auswirkungen – von jedem Einzelnen mitgetragen werden.

§ 4 Mitgliedschaft

4.1 Mitglied werden
Ordentliches Mitglied kann jedes Unternehmen werden, dass seit mindestens fünf Jahren im Marktsegment der Yachten über 20 m Länge tätig ist oder bei kürzerer Tätigkeit in diesem Marktsegment nachweisen kann, dass es sich bereits erfolgreich behauptet hat.
Die ordentlichen Mitglieder teilen sich in die Kategorien Primärmitglied und Sekundärmitglied. Primärmitglieder sind solche Unternehmen, die originär am Entstehen einer schwimmfähigen, technisch funktionierenden Yacht mitarbeiten, Sekundärmitglieder sind solche, die alle übrigen Komponenten und Dienstleistungen herstellen oder liefern. Bei der Außendarstellung der Gruppe rangieren die Primärmitglieder vor den Sekundärmitgliedern. Diese Regelung gilt für alle Mitglieder, die nach dem 20. März 2007 aufgenommen werden.
 
4.2 Aufnahmebegehren
Das Aufnahmebegehren wird zunächst dem Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ vorgetragen, der ohne Angabe von Gründen hierüber entscheidet. Der Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ informiert die Mitglieder. Jedes ordentliche Mitglied hat ein Einspruchsrecht, befristet auf 4 Wochen nach Veröffentlichung. Der Einspruch ist ausschließlich an den Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ zu richten. Im Falle eines Einspruchs muss der Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ den Fall dem Plenum zur Abstimmung vortragen.
 
4.3 Beginn der Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft beginnt mit der Aufnahme nach Eingang der Aufnahmegebühr.

4.4 Mitglied im DBSV
Jedes ordentliche Mitglied in der Arbeitsgruppe wird zugleich Mitglied im Deutschen Bootsund Schiffbauer-Verband (DBSV).
 
4.5 Ende der Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft endet durch Austritt, durch Ausschluss oder durch Schließung des Mitgliedsunternehmens.
    
4.6 Austritt
Der Austritt kann nur mit mindestens 6-monatiger Frist zum Jahresende erfolgen und ist schriftlich gegenüber dem Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ zu erklären.

4.7 Ausschluss aus der Arbeitsgruppe DY
Ein Mitglied kann aus der Arbeitsgruppe ausgeschlossen werden, wenn es der Präambel oder der Geschäftsordnung der Arbeitsgruppe oder der Satzung des DBSV zuwider handelt, wenn es mit seinen Beiträgen und anderen finanziellen Verpflichtungen mehr als sechs Monate in Rückstand ist oder wenn es durch sein Verhalten das Ansehen des Berufsstandes oder der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ verletzt.
 
4.8 Entscheidung über den Ausschluss
Über den Ausschluss entscheidet der Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“. Das ausgeschlossene Mitglied kann innerhalb von 14 Kalendertagen schriftlichen Einspruch erheben und gegenüber dem Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ verlangen, dass über den Ausschluss auf der nächsten Mitgliederversammlung entschieden wird. Über Ausschluss oder Verbleib entscheidet die Versammlung mit 2/3 Mehrheit.
 
4.9 Interessenten
Interessenten für die Mitgliedschaft können als Gäste zu einer Mitgliederversammlung eingeladen werden.
   
4.10 Gastmitgliedschaft
Auf Vorschlag des Vorstandes der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ und nach Bestätigung der Mitgliederversammlung können Gastmitglieder aufgenommen werden. Diese sind von Beitrags- und Umlagenzahlungen befreit und haben kein Stimm- und Wahlrecht, sondern lediglich Beobachterstatus. Gastmitgliedschaften werden durch Austritt oder durch Beschluss der Mitgliederversammlung mit einfacher Mehrheit beendet. Beide werden sofort wirksam.

§ 5 Organe

5.1 Mitgliederversammlung
Die Organe der Arbeitsgruppe sind die Mitgliederversammlung und der Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“. In der Mitgliederversammlung hat jedes ordentliche Mitglied eine Stimme. Entscheidungen werden mit einfacher Mehrheit der anwesenden Mitglieder getroffen. Stimmen sind nicht übertragbar.

5.2 Vorstand
Die Mitgliederversammlung wählt den Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“, der aus fünf bis sieben ordentlichen Mitgliedern besteht, auf zwei Jahre. Jedes Mitglied kann maximal eine Person für den Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ stellen. Der Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ wählt einen Sprecher aus seinen Reihen auf zwei Jahre. Der Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ bereitet die Mitgliederversammlungen vor und koordiniert die Aktivitäten der Gruppe.

5.3 Ausschüsse
Für besondere Aufgaben/Arbeitsgebiete können von der Mitgliederversammlung oder vom Vorstand der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ Ausschüsse gebildet werden. Diese Ausschüsse können dauerhaft installiert werden oder auch temporär für die Arbeit an bestimmten Aufgaben. In den Ausschüssen sind nur ordentliche Mitglieder stimmberechtigt.

§ 6 Geschäftsführung

Die Geschäftsführung obliegt dem Geschäftsführer des DBSV.

§ 7 Finanzierung

Die Aktivitäten der Arbeitsgruppe „Deutsche Yachten“ werden durch Beiträge und Umlagen finanziert. Die Höhe der Beiträge ergibt sich aus der jeweils gültigen Beitragsordnung. Höhe und Verwendungszweck der Umlagen werden in den Mitgliederversammlungen für alle Mitglieder verbindlich festgesetzt. Verwaltung und Abrechnung erfolgt durch die Geschäftsführung.

§ 8 Auflösung

Die Arbeitsgruppe kann aufgelöst werden, wenn sich dreiviertel der Mitglieder dafür aussprechen. Verbleibender Gewinn oder Verlust wird auf die Mitglieder entsprechend der jeweiligen Beitragshöhe umgelegt.